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Krieg in der Ukraine.


Schwerster Bruch des Völkerrechts durch Russland.


Das Undenkbare ist geschehen
- russischer Truppen in der Ukraine, Raketenangriffe auf ukrainische Städte.
 Städte sind und werden weiter zerstört, Menschen sterben.


Die Welt ist entsetzt.

Wir sind in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine, bei unseren Freunden, bei „unseren“ Kindern und ihren Familien.
      

Unser aktueller Fokus - Hilfe für unsere ehemaligen Gastkinder und
ukrainischen Freunde.

Wir versuchen täglich Kontakt zu unseren ukrainischen Vereinsfreunden zu halten.
Die Berichte und Fotos die wir bekommen, zerreisen einem das Herz.

Konkreter helfen können wir den Menschen, die aus dem Kriegsgebiet flüchten.
Unser Vereinsvorstizender ist bereits mit dem 1. Kriegstag aktiv geworden und hat Wohnungen für geflüchtete Familien gesucht.

Lina, ein ehemaliges Gastkind von unserem Verein von 2007, inzwischen selber Mutter, ist mit ihrer Tochten aus der Kleinstadt Malyn geflüchtet. Ihr Bruder hat sie bis zur Grenze gefahren. Nach der anstrengenden und angstvollen Odysse haben Dieter und Thomas Wolf die Beiden in Berlin am Haupbahnhof abgeholt. Erschöpft angekommen, mit Angst um ihre in der Ukraine zurück gebliebenen Lieben aber nun selber in Sicherheit, waren sie unsere ersten aufgenommenen Flüchtlinge in Neustadt. Dieter Wolf hat sie in seinem Haus aufgenommen, sie sind jetzt ein Teil seiner Familie.

Aus unseren ukrainischen Kontaktdörfern sind inzwische 29 junge Frauen und Kinder in Neustadt angekommen. Im Landkreis Coburg hat Dieter Wolf mehrere Familie gefunden, die diesen Flüchtlingen Unterkunft zur Verfügung gestellt haben.
Ebenso haben sich Vereinsmitglieder in Berlin und Thüringen der Betreuung von geflüchteten Familien ehemaliger Gastkinder angenommen.

Weitere Mütter mit ihren Kindern aus unseren ukrainischen Kontaktdörfern sind unterwegs und hoffen auf unsere Unterstützung. Als kleiner Verein kommen wir jedoch leider an unsere Grenzen.



Spielzeugmuseum Neustadt unterstützt
die Neustadter Tschernobyl-Kinderhilfe e.V.

Frieden – unter diesem Motto ruft das Spielzeugmuseum
in Neustadt bei Coburg zu einer großen Malaktion auf,
deren Erlös an die Tschernobyl-Kinderhilfe e.V. in Neustadt geht.
Auf diesem Wege leistet das Spielzeugmuseum Neustadt
einen wichtigen Beitrag in der Ukraine-Krise.


 
               
Neue Presse Coburg 16./17. April 2022

Ein Herz für die Ukraine


.

Tschernobyl-Kinderhilfe: Frühere Gäste als Flüchtlinge zurück

Einst waren sie als Kinder zur Erholung aus dem strahlenbelasteten Gebiet rund um Tschernobyl im Landkreis Coburg zu Gast. Jetzt kommen viele der früheren Gäste mit ihren Kindern wieder - auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine.




Einst waren sie als Kinder zur Erholung aus dem strahlenbelasteten Gebiet rund um Tschernobyl im Landkreis Coburg zu Gast. Jetzt kommen viele der früheren Gäste mit ihren Kindern wieder - auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine.
 

Seit 25 Jahren setzt sich Dieter Wolf aus Neustadt bei Coburg für Kinder aus der Region Tschernobyl ein. Der von ihm gegründete Verein Tschernobyl-Kinderhilfe hat im Laufe der Zeit für etwa 500 ukrainische Kinder einen Erholungsaufenthalt im Landkreis Coburg organisiert. Das Ziel: Oftmals strahlenbelastete und sozial benachteiligte Kinder sollen sorglose Wochen fernab des Katastrophengebiets erleben. Jetzt kehren ehemalige Gastkinder in den Landkreis Coburg zurück, mit ihren eigenen Kindern und auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine.

·         Alles zum Russland-Ukraine-Krieg im BR24-News-Ticker

Das Telefon der Familie Wolf steht in diesen Tagen kaum still. Dieter Wolf und seine Frau Siegrid organisieren Termine, fragen bei Ämtern und Behörden nach und versuchen den Überblick zu behalten. Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine helfen sie, wo sie nur können. Anfang März haben sie die 27-jährige Lina und ihre sieben Jahre alte Tochter Marianna bei sich aufgenommen. Die beiden stammen aus Fedorifka, einem Ort mit 600 Einwohnern, etwa 60 Kilometer von Tschernobyl entfernt.

Flucht mit nur wenigen Sachen

Drei Tage dauerte die Flucht der jungen Mutter mit ihrer Tochter aus der Ukraine über Polen nach Deutschland. Mitnehmen konnten sie nur das Allernötigste: Medikamente, ein paar Kleidungsteile und etwas Essen. Lina kennt Neustadt bei Coburg, sie war vor Jahren eines der Kinder, die im Landkreis eine Erholungsfreizeit verbracht haben. Es sei immer ihr Traum gewesen, den Landkreis Coburg noch einmal zu besuchen, erzählt sie - aber nicht unter diesen Umständen. Der Krieg habe die Menschen im Heimatort überrascht, ihre Mutter habe direkt Dieter Wolf kontaktiert und um Hilfe gebeten. Dann begann die Flucht.

Gästezimmer als sichere Unterkunft

Jetzt sitzen die beiden auf dem Sofa im Wohnzimmer der Familie Wolf und sind froh, in Sicherheit zu sein. Nach etwa zwei Wochen in Deutschland sind Mutter und Tochter etwas zur Ruhe gekommen, berichtet Dolmetscherin Tanja. Die 49-Jährige unterrichtete vor dem Krieg Deutsch an der Universität in Kiew, floh nach Bombennächten im Keller mit ihrer Tochter und Enkelin ebenfalls nach Deutschland. Das ehemalige Gastkind Lina und ihre Tochter haben sich im Gästezimmer der Wolfs eingerichtet, über der Tür hängen kleine ukrainische und deutsche Fahnen. Mariannas Tagesablauf gleicht dem vieler Siebenjähriger: spielen, lernen und ab und zu Zeichentrickfilme schauen.

Ehemalige Gastkinder aus Tschernobyl kehren zurück

Diese Momente sind es, für die Dieter Wolf und seine Frau momentan fast rund um die Uhr arbeiten. Sicherheit bieten, für Essen sorgen und zumindest etwas Freude bei den geflüchteten Menschen verbreiten, die sich in ihrer Not an sie gewandt haben. Insgesamt 23 Menschen aus der Region um Tschernobyl sind inzwischen über ihn und den Hilfsverein im Landkreis Coburg untergekommen, erzählt Dieter Wolf auf dem Weg zu seinem Kleinbus mit der Ukraine-Flagge auf dem Armaturenbrett. Heute geht es nach Rödental, dort hat eine Familie eine Wohnung in ihrem Haus angeboten, in der drei dankbare Mütter mit ihren vier Kindern untergekommen sind.

·         Zum Artikel: Ukraine-Flüchtlinge privat aufnehmen: Das ist zu beachten

Hilfstransporte müssen wegen des Krieges warten

Auf dem Weg hält Dieter Wolf an einer Halle in Neustadt bei Coburg und zeigt das Lager des Hilfsvereins. Hunderte fertig gepackte Päckchen und Pakete, ein Kinderwagen und Rollstühle liegen dort gestapelt und warten auf die Spedition, erklärt der 73-Jährige. Neben den Erholungsaufenthalten für häufig strahlengeschädigte Kinder aus der Region Tschernobyl sind Hilfstransporte in die Region der zweite Schwerpunkt des Vereins. Doch Transporte in die Ukraine sind wegen des Krieges momentan unmöglich, die Pakete und die Hilfe darin müssen weiter warten. Kleidung und Spielzeug sind für die geflüchteten Menschen ausreichend vorhanden, was jetzt benötigt werde, seien Medikamente, Verbandsmaterial, Lebensmittel und Geld, um die ankommenden Menschen vorübergehend versorgen zu können, sagt Wolf.

"Wir machen weiter, mit aller Kraft die wir haben." Dieter Wolf, Vorsitzender Tschernobyl-Kinderhilfe e.V. Neustadt bei Coburg

Kennenlernen beim Fußballtraining

Die Begrüßung in der Erdgeschosswohnung im Haus der Familie Schwede in Rödental ist herzlich. Es ist wieder Leben eingezogen, seit wenigen Tagen wohnen hier drei Mütter mit ihren vier Kindern. Dieter Wolf hat sich etwas ausgedacht und lädt alle zu einem Kinderfest im April in Neustadt ein. Das freut auch Andrii. Auch der Zwölfjährige war vor drei Jahren als Gastkind schon einmal im Landkreis Coburg zu Besuch. Jetzt ist er mit seiner Mutter und der kleinen Schwester hier und hat sich inzwischen ganz gut eingelebt. Zusammen mit Ludwig, dem achtjährigen Sohn der Familie Schwede, war er schon zweimal beim Fußballtraining. Die Jungs dort sind nett und wollen viel über die Ukraine wissen, berichtet Andrii. Die Kommunikation ist dabei kein wirkliches Problem: Entweder hilft das Smartphone mit einem Übersetzungsprogramm oder man verständigt sich einfach mit Händen und Füßen, erzählt Ludwig.

Flüchtlinge halten per Smartphone Kontakt in die Heimat

Der Kontakt und der Austausch unter den geflüchteten Müttern und ihren Kindern ist für Dieter Wolf sehr wichtig. Alle teilen die gleichen Sorgen, die Männer und Väter und die volljährigen Söhne sind in der Ukraine geblieben. Sie kämpfen, um das Land zu verteidigen, erzählen die Frauen. Das Smartphone ist die einzige Verbindung in die Heimat. Jeden Morgen schaut sie als erstes nach, ob ihr Mann eine Nachricht geschickt hat, berichtet Dolmetscherin Tanja.

Hoffen auf Frieden in der Ukraine

Zurück in Neustadt bei Coburg müssen Sigrid und Dieter Wolf zusammen mit Dolmetscherin Tanja direkt weiter. Eine Teenagerin möchte ihre Handykarte freischalten lassen. Außerdem gibt es Schwierigkeiten, um Termine für die Registrierung der geflüchteten Mütter und der Kinder zu bekommen. Weitere ehemalige, inzwischen erwachsene, Ferienkinder sind auf der Flucht und auf dem Weg in den Landkreis Coburg. Der Verein und die Menschen in der Ukraine sind für Dieter Wolf und die Familie eine Lebensaufgabe. Man muss weiter zweigleisig planen, sagt Dieter Wolf abschließend. Auf der einen Seite die Erholungsaufenthalte und die Hilfstransporte wie bisher und auf der anderen Seite die Versorgung und die Unterbringung der ankommenden Menschen aus der Ukraine. Die große Hoffnung aller: ein baldiger Frieden und eine Rückkehr der einstigen Gastkinder und ihrer Kinder in die Heimat.

Artikel von Richard Padberg
https://www.br.de/nachrichten/bayern/tschernobyl-kinderhilfe-fruehere-gaeste-als-fluechtlinge-zurueck,T0JqgLM



Unsere Vorhaben für 2022    

haben sich über Nacht von unseren geplanten Hilfsaktionen in den Dörfern auf die Hilfe für ein Land im Krieg und den Menschen, die auf der Flucht vor Raketen und Panzern sind, geändert.





Hohe Auszeichnung für die Arbeit des Tschernobyl-Kinderhilfe e.V


Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Für unseren Vereinsvorsitzenden Dieter Wolf ist die höchste Anerkennung für seine aufopferungsvolle gemeinnützige Arbeit,
erleben und sehen zu können, wie wir bedürftigen Kindern Freude und auch etwas Hoffung auf Ihre Zukunft geben können.

So konnten bereits über 500 Kinder aus strahlenbelasteten Gebieten der Ukraine seit 2000 für jeweils 4 Wochen im Coburger Land
einfach mal, fern ab von Armut und Entbehrungen, ihre Kindheit genießen.


Wichtig für unsere Vereinsarbeit ist natürlich auch die gesellschaftliche Anerkennung.
 

Im Sommer 2020 wurde Dieter Wolf das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Die feierliche Übergabe konnte wegen Corona aber erst im Juli 2021 erfolgen.



Plötzlich schon ein viertel Jahrhundert


Wir, die Tschernobylkinderhilfe in Neustadt bei Coburg startete vor 25 Jahren, erst als Initiative und dann als eingetragener Verein, initiiert durch Dieter Wolf. Damals der Wunsch, armen bedürftigen Kindern aus den durch die Tschernobyl-Katastrophe radioaktiv strahlungsbelasteten Gebieten zu helfen. Auch heute ist Dieter Wolf immer noch unser Vereinsvorsitzende und ist immer noch mit seinem ganzen Herzblut dabei.

Das sind für unseren gemeinnützigen Verein 25 Jahre engagierter und aufopferungsvoller Arbeit. Über 500 Kinder aus den Strahlen belasteten Gebieten der Ukraine konnten bisher für jeweils vier Wochen im Coburger Land einfach mal fern ab von Armut und Entbehrungen ihre Kindheit genießen. Mit vielen Hilfstransporten und Hilfsprojekte in einigen abgelegenen ukrainischen Dörfern konnten wir den Menschen dort auch etwas Hilfe und Hoffnung in ihrem beschwerlichen Alltag geben.

25 Jahren - das gibt genug Zeit für Freudiges und Trauriges, für Erfolge und Rückschläge.

Zu erleben, dass für fast alle eingeladenen Kinder der Genesungsaufenthalt über unseren Verein das einschneidendste Erlebnis ihres Lebens ist, macht auch Nachdenklich. Neben Lebensfreude und Hoffnung nehmen die meisten Kinder auf ihrer Heimreise auch den Vorsatz mit, aus ihrem Leben etwas zu machen und nicht wie viele der Elterngeneration zu resignieren und gar im Alkohol zu versumpfen. Bei späteren Treffen mit ehemaligen Gastkinder erleben wir auch nach Jahren eine unbeschreibliche Dankbarkeit. Solche Begegnungen bestärken aber auch, dass das Konzept des Vereins nicht ganz verkehrt sein kann. 

Uns Vereinsmitgliedern geht das Schicksal ehemaliger Gastkinder und ihrer Familien immer wieder nahe. Kinder in extremer Armut und in sozial schwierigen Situationen, hier halten wir als Verein Kontakt und versucht auch über einen längeren Zeitraum zu helfen.

Katja aus Kiew war 1996 mit 12 Jahren, damals in Sonneberg, zum Genesungsaufenthalt. Mit 15 Jahren war sie Vollwaise geworden. Selber noch ein Kind, war sie in dieser Zeit bereits mit ihrem 1. Kind schwanger. Der Kontakt mit Katja besteht nun schon 25 Jahre, die ersten Jahre haben wir sie regelmäßig besucht und unterstützt. Auch als sie dann Erwachsen war, riss der Kontakt nicht ab.

2002 war für uns ein sehr schlimmes Jahr. Sascha aus Kiew war in dem Sommer unser Gastkind und ist an einer in der Ukraine nicht erkannten Herzkrankheit bei uns verstorben. Dieter Wolf hat den Buben in einem Kindersarg der Familie zurückgebracht. Es war das schrecklichste und traurigste Ereignis in unserer Vereinsgeschichte. Es drohte sogar das Vereins-Aus.

Sommer 2003 unsere Kindergruppe war nach langer Reise gut angekommen. Jedoch war bei einem Buben, Dimitri, gleich nach der Ankunft in Neustadt der Blinddarm geplatzt, er wurde hier erfolgreich operiert. Glück gehabt, in der Ukraine oder unterwegs hätte es anders ausgehen können.

Yana aus Kiew, sie war 2005 unser Gastkind. Sie hat inzwischen, beziehungsweise hatte, ebenfalls 3 Kinder. Ihre schwerst behinderte Tochter Alona verstarb 2017 mit 11 Jahren. Der Ehemann hatte Yana nach dem 3. Kind alleine gelassen. Die Familie lebt gemeinsam mit der Großmutter in einer kleinen 1-Zimmerwohnung. Da es weder eine Betreuungsmöglichkeit noch medizinische Versorgung für Alona gab, haben wir Yana mit ihren Kindern über einige Jahre unterstützt.

Anna aus Wirwa 2007 eines unserer vielen Gast- und Sorgenkinder. Ein von Armut und Dreck gezeichnetes zu Hause und nur die Großmutter, die sich etwas kümmert. Wir haben Anna bis zum Start ihrer Berufsausbildung jedes Jahr einen kurzen Besuch abgestattet. Ihr einfach gezeigt, dass wir sie nicht vergessen haben und es Menschen gibt, denen sie wichtig ist.

2015 ist unsere Kindergruppe mit dem Bus von Kiew nach Nürnberg und weiter nach Neustadt angereist. Der Bub Maksym ist allerdings mit einer stark verletzen Hand in den Bus eingestiegen, ohne dass die Mutter die Betreuer darüber informiert hat und auch der Bub hat während der gesamten Fahrt nichts gesagt, sondern die Hand versteckt. Erst bei der Ankunft im Pfadfinderhaus Fornbach wurden wir auf die Verletzung und begonnene Blutvergiftung aufmerksam. Es drohte der Verlust der Hand aber Dank der Ärzte im Landeskrankenhaus Coburg konnte die Hand gerettet werden.

Den seit 2012 gelähmten Sascha, auf den wir im Dorf Vysotzk aufmerksam gemacht wurden, haben wir jedes Mal wenn wir im Dorf waren besuchen und mit Sachspenden unterstützt. Besuch war eine der seltenen Abwechslungen für ihn. Sascha ist inzwischen verstorben.

Wir haben auch sehr viele, zu viele, Kinder kennen gelernt, denen wir nicht in Ihrer Not helfen konnten. Für einen Genesungsaufenthalt konnten die nötigen Dokumente nicht vorgelegt werden und für Sachspenden oder gar finanzielle Unterstützung hatten wir leider keine Vertrauensperson.
Der Gedanken an das Mädchen Julia aus Worobji tut uns auch nach Jahren noch weh. Das Mädchen lebte mit Ihrer Eltern, starke Alkoholiker, und Schwestern in einem verwahrlosten, fast zerfallenen Haus im Wald. Der Anblick hatte uns damals absolut sprachlos gemacht. Wir wollten aber konnten leider nicht helfen.

Dann gibt es da auch Hilferufe von Müttern von erkrankten und von stark behinderten Kindern.
So konnte die 13jährige  Lyudmila aus Irscha, die seit vielen Jahren an Skoliose erkrankt ist, dank der Beteiligung des Vereins an den Operationskosten, 2018 erfolgreich operiert werden.
Ebenso unterstützt der Verein seit 2017 die
inzwischen 9jährige Khristyna aus Yysozk bei der Finanzierung ihrer Krebsbehandlung. Nur zwei Beispiele, zwei Kinder, denen Hoffnung auf Leben gegeben wurde.

Leider wurden wir in den vergangenen Jahren auch mit den traurigen Nachrichten über den Tod von ehemaligen Gastkindern und Vereinsfreunden, die den Kampf gegen ihre Krebserkrankung erlagen, konfrontiert.

Die vom Verein initiierten und finanzierten Projekte wurden immer in Abstimmung mit dem jeweiligen Dorfrat und Schuldirektoren geplant und bei der Umsetzung die Dorfbevölkerung mit einbezogen. Es ist gut für die Menschen, sich auch selber einbringen zu können.
Die Sanierung des Jugendclubs und der Dorfschule in Fedorifka in den vergangenen Jahren sind zwei Paradebeispiele dafür.
Es gibt aber auch Dörfer, da ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit leider nur auf wenige Personen beschränkt. Korruption ist in der Ukraine immer noch ein sehr großes Problem.
Deshalb ist auch der ständige persönlich Kontakt vor Ort in den Dörfern wichtig. Wir möchten sicher stellen, dass
Spenden vollständig für vorgesehene Projekte eingesetzt werden und Hilfslieferungen ausschließlich bei den bedürftigen Menschen ankommen.

2020, ein Jahr in dem für alle alles anders ist, auch für die Teschnobylkinderhilfe. Der bereits vorbereitete Erholungsaufenthalt für 20 Kinder musste abgesagt werden. Ein Jahr Planungs- und Organisationsarbeit war umsonst und vor allem enttäuschte Kinder. Statt Kinderlachen im Pfadfinderhaus Fornbach gab es als kleinen Trost Spendenpakete für diese Kinder und für zwei Dörfer Unterstützung durch Hilfsgüter sowie zwei Hilfsprojekte. So übernahm im Dorf Fedorifka der Verein die Kosten für die Kindergarten- und Schulspeisung für ein ganzes Schuljahr. Das bedeutet für viele Kinder sich wenigstens einmal am Tag satt essen zu können.
Für die Dorfschule in Visozk haben wir ein lang ersehntes Therapiezimmer finanziert.

25 Jahre Ternobylkinderhilfe in Neustadt und wer Dieter Wolf kennt weiß, er hat natürlich weiter Pläne für die Zukunft des Vereins mit dem Wunsch armen bedürftigen Kindern zu helfen und er wird auch seine Arbeit unermüdlich fortsetzen.

Der 60. Hilfstransport ist bereits auf den Weg gebracht. Zu Ostern sollen die dringend benötigten Hilfslieferungen in den Dörfern Visozk und Fedoriwka ankommen. Sorgen machen die immer umfangreicher werdenden Zollformalitäten, das kostet viel zusätzliche Kraft, Zeit und Nerven.

Ob in diesem Jahr wieder ein Erholungsaufenthalt für die ukrainischen Kinder hier im Coburger Land möglich sein wird, steht noch in den Sternen. Die vorübergehende Alternative ist, den Kindern vor Ort in ihren Dörfern zu helfen. Die Ansatzpunkte sind Kindergärten und Schulen, Jugendclub und Bibliothek sowie die medizinische Versorgung, um somit einigen der leidgeprüften Kindern mit ihren Familien in der Ukraine zu helfen und ihnen somit auch Hoffnung und Zuversicht für ihre Zukunft zu geben.

Allein kann ein gemeinnütziger Verein nicht bestehen. Die Tschernobyl-Kinderhilfe e.V. Neustadt/Coburg dankt daher allen Helfern, Freunden und Sponsoren sowie auch allen interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die es über 25 Jahre dem Verein ermöglicht haben, die nicht einfache Hilfe und Unterstützung für bedürftige Strahlen belastete Kinder aus der Ukraine auszuführen.

Gerade in der aktuellen Zeit erleben wir selber, wie wichtig es ist, für einander da zu sein, den Schwächeren zu helfen.

Bitte unterstützen Sie uns weiterhin bei unserer nicht leichten Arbeit!


Spendenkonto: Sparkasse Coburg Lichtenfels,
IBAN: DE68 7835 0000 0000 3735 55, BIC: BYLADEM1COB

www.tschernobylhilfe-neustadt.com
e-mail: dieterwolf@necnet.de
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Infobrief zu

35 Jahre TSCHERNOBYL-KATASTROPHE IN DER UKRAINE und
25 Jahre TSCHERNOBYL-KINDERHILFE e.V. NEUSTADT/COBURG

Sommer 2019 - unsere 20 Kindergruppe



Einige unserer Besuche bei Anna
2008, 2009 und 2011



Bei Julia zu Hause





Lyudmila und  Khristyna







Freude über unsere Spendenpakete





Neues Therapiezimmer in der Schule in Wisozk





Schule und Kindergarten in Fedoriwka - ein ganzes Schuljahr für alle Kinder gratis Schulessen






Auch 35 Jahre nach der fürchterlichen
Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl
ist die radioaktive Strahlenbelastung
immer noch präsent.

Die Reaktorkatastrophe

vom 26. April 1986 hat Millionen Menschen
zu Opfern und riesige Gebiete unbewohnbar
gemacht.
Noch viele Generationen werden
an den Folgen der atomaren Verstrahlung
gesundheitliche Konsequenzen tragen müssen.
Es sind die Kinder,
die am stärksten und vielfältigsten
betroffen sind.


Weitere Informationen

SPENDEN

Müll ist für uns keine Sachspende,
sondern bedarf zusätzlichen Arbeitsaufwand und Entsorgungskosten.
Wenn Sie spenden möchten,
dann spenden Sie das,
was Sie auch persönlich
entgegen nehmen würden.

BITTE AUCH KEINE
gebrauchte
Erwachsenenkleidung!!!

Unsere bisherigen Aktionen

61 Hilfstransporte
in die Ukraine

20 jeweils 4-wöchige Genesungsaufenthalte für    bedürftige Tschernobylkinder

 46 Hilfsaktionen
in der Ukraine 

Berichte und Fotogallerie

Impressum

Dieter Wolf
Heusinger-Str. 4
96465 Neustadt bei Coburg
Telefon 09568/4709

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Letzte Aktualisierung: 
19.04.2022



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